Metallurgiekonzern · 2024

OTIF von 71 % auf 95 % gesteigert — Metallurgiekonzern.

Überalterte Lagerbestände um 30 % reduziert, Ausstieg aus der verschärften Lieferantenüberwachung des Kunden.

Interim Supply-Chain-Direktor, 8 Monate.

Der Kontext

Metallurgischer Standort eines Konzerns mit mehreren Werken, rund 280 Mitarbeitende. Der OTIF (On-Time-In-Full) war innerhalb weniger Monate auf 71 % eingebrochen — Folge einer schlecht beherrschten ERP-Umstellung und einer hohen Fluktuation auf der Supply-Chain-Position: zwei Supply-Chain-Direktoren hatten die Stelle innerhalb eines Jahres nacheinander verlassen. Der wichtigste Auftraggeber des Standorts hatte den Lieferanten formell unter verschärfte Überwachung gestellt, mit dem Risiko eines Volumenverlusts.

Der Einsatz

Ein Interim-Supply-Chain-Direktor übernimmt die Funktion, um die Warenflüsse zu stabilisieren, die Prognosen zuverlässiger zu machen und die Transparenz wiederherzustellen — sowohl für die internen Teams als auch für den Kunden — bevor eine dauerhafte Supply-Chain-Organisation aufgebaut wird.

Was umgesetzt wurde

Schnelldiagnose der Ursachen: fehlerhafte ERP-Parametrierung nach der Umstellung, wiederkehrende Lieferantenausfälle bei kritischen Referenzen, falsch verteilte Bestände zwischen den Standorten. Dreiteiliger Aktionsplan: Bereinigung der ERP-Daten, Neuverhandlung der Lieferzyklen mit den kritischsten Lieferanten, gezielter Abbauplan für überalterte Bestände. Einführung eines wöchentlichen Reportings, das direkt mit dem Kunden geteilt wurde, um während der Sanierungsphase Vertrauen zurückzugewinnen.

Die Neuverhandlung der Lieferzyklen betraf rund zehn kritische Referenzen, auf die der Großteil der Ausfälle entfiel: Umstellung auf Festbestellungen mit längerem Zeithorizont bei Bauteilen mit langer Beschaffungszeit sowie Einführung eines gezielten Sicherheitsbestands statt einer generellen Überbevorratung — genau diese Zielgenauigkeit ermöglichte es, die überalterten Bestände zu senken, ohne an anderer Stelle neue Ausfallrisiken zu schaffen.

Die Ergebnisse

OTIF innerhalb von acht Monaten von 71 % auf 95 % gesteigert. Überalterte Bestände um 30 % reduziert — mehr Liquidität und Lagerfläche freigesetzt. Ausstieg aus der verschärften Kundenüberwachung, Rückkehr zu normalen Vertragsbedingungen. Position stabilisiert: Ein fester Supply-Chain-Direktor wurde rekrutiert und in den letzten Wochen des Einsatzes im Doppel eingearbeitet.

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