Ein industrieller Interim Manager wird nicht nach Gehalt, sondern nach Tagessatz vergütet. Die Spanne reicht von 800 bis 2.800 Euro, abhängig von der Kritikalität des Mandats, der Seniorität des Profils und der Branche. So setzt sich dieser Preis zusammen, und warum er oft günstiger ist als eine vakante Position oder eine gescheiterte Festanstellung.
Anders als eine Festangestellte wird ein Interim Manager nicht nach Monatsgehalt vergütet, sondern nach Tagessatz, den das vermittelnde Interim-Management-Unternehmen in Rechnung stellt. Auf dem französischen Markt für industrielles Interim Management liegt dieser Tagessatz in der Regel zwischen 800 und 2.800 Euro netto pro Tag, mit einem beobachteten Durchschnitt von rund 1.200 Euro bei den von MT-Transition betreuten Mandaten. Diese breite Spanne erklärt sich: Ein Produktionsdirektor, der für eine geplante Vertretung über 3 Monate mobilisiert wird, wird nicht wie ein CRO abgerechnet, der dringend für einen Sozialplan entsendet wird.
Methodischer Hinweis: Diese Zahlen sind eine Marktschätzung von MT-Transition, basierend auf abgewickelten Mandaten und dem Austausch mit dem Manager-Netzwerk. Es handelt sich nicht um einen Festpreis — jedes Angebot wird auf den tatsächlichen Umfang des Mandats zugeschnitten, bereits beim ersten Gespräch geklärt, ohne spätere Überraschungen.
| Art des Mandats | Indikativer Tagessatz |
|---|---|
| Geplante Vertretung (Produktionsdirektor, CFO, HR-Direktor) | 900 – 1.400 Euro |
| Transformation / Aufbau einer Organisation | 1.200 – 1.800 Euro |
| Krisenmanagement / Sanierung (CRO) | 1.800 – 2.800 Euro |
| Kurzes, gezieltes Mandat (Audit, Rahmensetzung) | 800 – 1.200 Euro |
Fünf Kriterien erklären den Großteil der Spanne zwischen dem unteren und oberen Ende:
Ein kurzes Mandat (weniger als 2 Monate) hat oft einen höheren Tagessatz — der Manager muss sofort einsatzbereit sein, ohne schrittweise Einarbeitung. Bei einem langen Mandat (6-12 Monate) lässt sich leichter ein degressiver Satz verhandeln.
Ein Start binnen 48 Stunden im Krisenmanagement kostet mehr als eine geplante Mobilisierung mit 3 Wochen Vorlauf. Dringlichkeit reduziert den Pool sofort verfügbarer Profile.
Ein generalistischer Industriedirektor findet sich leichter als ein erfahrener CRO im Sanierungsplan oder ein mit LBO-Kontexten vertrauter CFO. Die Seltenheit des Profils schlägt sich im Preis nieder.
Regulierte Branchen (Luft- und Raumfahrt, Pharma, Verteidigung) verlangen Profile, die bereits die Qualitätsstandards und teils erforderliche Zulassungen beherrschen — das schränkt den Pool ein und treibt den Tagessatz an das obere Ende der Spanne.
Einen Standort mit 400 Mitarbeitenden und mehreren Linien zu führen ist nicht dasselbe Mandat wie die Begleitung einer Werkstatt mit 30 Mitarbeitenden. Der Führungs- und Budgetumfang fließt in die Kalkulation ein.
Um die Rechnung greifbar zu machen, nehmen wir ein Mandat als interimistischer Produktionsdirektor über 3 Monate (durchschnittliche beobachtete Dauer bei dieser Art von Mandat), mit einem Tagessatz von 1.400 Euro — im oberen Bereich des Durchschnitts, konsistent mit einem Vertretungseinsatz mit voller Verantwortung.
| Dauer des Mandats | 3 Monate (≈ 60 Arbeitstage) |
|---|---|
| Gewählter Tagessatz | 1.400 Euro netto / Tag |
| Gesamtkosten des Mandats | ≈ 84.000 Euro netto |
Keine versteckten Kosten kommen hinzu: keine Sozialabgaben, keine Abfindungen, kein arbeitsrechtliches Risiko. Der Interim Manager ist ein Dienstleister, kein Angestellter — der Tagessatz deckt die gesamte Vertragsbeziehung ab.
Zum Vergleich: Ein kürzeres Krisenmanagement-Mandat — ein Standortleiter, der 6 Wochen nach einem plötzlichen Abgang mobilisiert wird, mit sofortiger Übernahme der Teams und Qualitätskennzahlen — wird typischerweise am oberen Ende der Spanne abgerechnet (1.800 bis 2.200 Euro netto/Tag), bei oft geringeren Gesamtkosten in absoluten Zahlen: etwa 54.000 bis 66.000 Euro netto über 30 Arbeitstage. Die kurze Dauer gleicht den höheren Tagessatz aus.
Der Tagessatz wird nie blind genannt. Er wird in drei Schritten festgelegt, in der Regel innerhalb von unter 2 Stunden abgeschlossen:
Der naheliegende Reflex ist, 84.000 Euro mit dem jährlichen Bruttogehalt eines Produktionsdirektors zu vergleichen (oft 90.000 bis 120.000 Euro). Doch der eigentliche Vergleich liegt woanders: zwischen den Kosten des Interim Managers und den tatsächlichen Kosten einer vakanten Position oder einer gescheiterten Festanstellung. Eine 4 bis 6 Monate vakante Führungsposition — die durchschnittliche Dauer eines klassischen Rekrutierungsprozesses — erzeugt einen schwer bezifferbaren Führungsverlust: aufgeschobene Entscheidungen, Team ohne Kurs, Abweichungen bei Produktion oder Qualität. Eine gescheiterte Festanstellung in der Probezeit kostet das bereits gezahlte Gehalt, die Gebühren der Personalberatung, und der Prozess muss von vorn beginnen.
Die eigentliche Return-on-Investment-Rechnung erfolgt also in drei Teilen: die direkten Kosten des Mandats (Tagessatz mal Dauer), die vermiedenen Kosten (der Führungs- oder Aktivitätsverlust, den eine vakante Position verursacht hätte) und der erbrachte Nutzen (Sanierung von Kennzahlen, Absicherung eines Übergangs, Kompetenztransfer an das bestehende Team). Auf diesen drei Ebenen betrachten die meisten Industrieleitungen, die auf Interim Management zurückgreifen, die Investition als amortisiert, sobald das Mandat einen einzigen Monat unkontrollierter operativer Abweichung vermeidet.
Bei den von MT-Transition geleiteten Industriemandaten wird das Budget von der Geschäftsführung oder der Standortleitung getragen, manchmal in Abstimmung mit der Personalabteilung, wenn das Mandat eine Reorganisation begleitet. Es wird selten als einfache Rekrutierungsposition behandelt: Die meisten Leitungen ordnen es einem Budget für Geschäftskontinuität oder Risikomanagement zu, vergleichbar mit einer operativen Versicherung. Das ist ein wichtiger Perspektivwechsel: Der Tagessatz kauft nicht nur Anwesenheitszeit, sondern die Garantie, dass eine kritische Position ohne Unterbrechung geführt bleibt während der Übergangsphase — Rekrutierung der endgültigen Besetzung, Reorganisation oder Krisenbewältigung.
In Konzernen mit mehreren Standorten können die Kosten auch zwischen Zentrale und betroffenem Standort geteilt werden, wenn das Mandat eine methodische Reichweite hat, die andernorts repliziert werden soll (neue Qualitätsorganisation, neues Produktionssteuerungssystem). Dieser Punkt wird bereits bei den ersten Gesprächen geklärt, um jede Unklarheit bei der Abrechnung zu vermeiden.
Ja, in gewissem Maße. Der Tagessatz wird beim ersten Gespräch anhand des genauen Mandatsumfangs festgelegt. Ein längeres Mandat ermöglicht in der Regel einen degressiven Satz; ein enger gefasster Umfang kann den Preis ebenfalls senken.
Nein. Der Tagessatz deckt das Mandat vollständig ab. Die einzigen möglichen zusätzlichen Kosten (Reisen, Unterkunft bei entfernten Mandaten) werden vor Beginn systematisch identifiziert und bestätigt — nie nachträglich entdeckt.
Bei den von MT-Transition geleiteten Industriemandaten liegt die durchschnittliche Dauer zwischen 3 und 6 Monaten, mit Extremen von wenigen Wochen (Krisenmanagement) bis über einem Jahr (lange Transformationsmandate).
Ja. Regulierte Branchen (Luft- und Raumfahrt, Pharma, Verteidigung) ziehen den Tagessatz an das obere Ende der Spanne, da sie bereits in spezifischen Qualitätsstandards geschulte Profile erfordern.
Indem Sie Ihren Bedarf in wenigen Minuten beschreiben — Position, Branche, Dringlichkeit, geschätzte Dauer. Wir rufen innerhalb von 2 Stunden (werktags) mit einer präzisen Tagessatz-Einschätzung zurück, unverbindlich.
Beschreiben Sie Ihren Bedarf, wir kalkulieren den genauen Tarif ohne Überraschungen.
☎ +33 6 59 15 73 54 Rückruf anfordernSprechen wir noch heute darüber.
☎ Anrufen — +33 6 59 15 73 54 Meinen Bedarf beschreibenRückruf innerhalb von 2 Std. · 3 gezielte Profile innerhalb von 72 Std. · 100 % Industrie